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Die Trennung · Kosten

Was kostet Outplacement – und wer bezahlt es?

Stichwort: Kosten · Stand: 25. September 2026

Die meisten Anbieter nennen keinen Preis. Wir nennen ihn – bewusst früh, damit du rechnen kannst, statt zu raten. Die schwierigere Frage kommt danach: nicht, was es kostet, sondern wogegen du es rechnest.

Kurz gesagt

  • Die Spanne am Markt reicht von rund 1.000 Euro für einen Onlinekurs bis über 30.000 Euro für ein Einzelcoaching.
  • Bei uns kostet das Komplettpaket 25.000 Euro netto. Einzelne Bausteine gibt es ab 1.200 Euro, den Onlinekurs ab 1.280 Euro.
  • Zahlt der Arbeitgeber, ist es für dich steuerfrei (§ 3 Nr. 19 EStG). Zahlst du selbst, sind es in der Regel Werbungskosten.
  • Auf Wunsch teilen wir das Risiko: 12.000 Euro fest, der Rest erst nach deiner Vertragsunterschrift.
  • Die Rechnung, die zählt, ist nicht der Preis, sondern die Differenz zwischen Gehalt und Arbeitslosengeld.

Was es am Markt kostet

Vier Formate, vier Größenordnungen:

FormatGrößenordnung
Onlinekurs zum Selbstbearbeitenab rund 1.000 Euro
Gruppen- oder Projektoutplacement (vom Arbeitgeber beauftragt)wenige tausend Euro je Person
Einzeloutplacement, befristetrund 15.000 bis 20.000 Euro
Einzeloutplacement für Führungskräfte, bis zum neuen Vertrag20.000 bis über 30.000 Euro

Ein Anhaltspunkt für die Mitte: Die BDU-Marktstudie weist für 2024 ein Marktvolumen von 98 Millionen Euro bei rund 11.000 begleiteten Kandidaten aus. Das sind im Schnitt etwa 8.900 Euro je Fall – ein Wert, der von den großen Projektmandaten nach unten gezogen wird. Eine Einzelbegleitung auf Führungsebene liegt deutlich darüber.

Eine ältere BDU-Angabe nennt als Honorarmaßstab rund 20 Prozent eines Bruttojahresgehalts. Sie ist von 2017 und taugt heute eher als Plausibilitätsprüfung denn als Preis.

Unsere drei Modelle

Unser Honorarmodell ist vollständig transparent. Es gibt drei Wege. Alle Beträge sind Nettobeträge, die gesetzliche Umsatzsteuer kommt hinzu.

Das Komplettpaket – „Executive Restart". Die gesamte Leistung, von der Standortbestimmung bis zur Vertragsunterschrift, dazu die Begleitung durch die ersten hundert Tage. Das Honorar beträgt 25.000 Euro netto – 29.750 Euro brutto. Der Onlinekurs im Wert von 1.280 Euro ist enthalten.

Wer möchte, teilt das Risiko mit uns. Dann gilt statt der Einmalzahlung ein Erfolgshonorar: 12.000 Euro netto bei Auftragserteilung, dazu zwölf mal ein Prozent deines künftigen Bruttojahresgehalts einschließlich Tantieme und Bonus. Ein Rechenbeispiel: Bei einem Zielgehalt von 120.000 Euro sind das 14.400 Euro – zusammen also 26.400 Euro statt 25.000. Der Aufschlag ist der Preis dafür, dass ein Teil erst fällig wird, wenn du unterschrieben hast.

Die Module – „Karriere 360°". Einzelne Bausteine, einzeln buchbar, ab 1.200 Euro netto. Das lohnt sich, wenn du schon Erfahrung hast und nur einen Teil brauchst – die Standortbestimmung etwa, das Interviewtraining oder das Mailing an unsere Adressdatenbank. Bei Einzelmodulen ist das Erfolgshonorar nicht möglich.

Der mit Abstand größte Aufwand ist dabei, kurioserweise, das Komponieren der Success Story. Unabhängig von Alter und Bildungsgrad fällt es fast allen schwer, die eigene Erfolgsgeschichte erzählbar zu machen. In nahezu allen Fällen ist das unsere Arbeit.

Der Onlinekurs – „Die Digitale Karriere-Werkstatt". Sechs Stunden Videomaterial, Vorlagen und Übungen, in drei Wochen von der Standortbestimmung zur fertigen Bewerbungsstrategie. 1.280 Euro netto, 1.523,20 Euro brutto. Einzelne Elemente lassen sich dazubuchen, etwa ein Unterlagen-Check oder ein Sparring zum Stundensatz von 150 Euro netto.

Was den Preis bestimmt

Zeichne ein Koordinatensystem. Auf der X-Achse steht das Gehalt, das du anstrebst. Auf der Y-Achse der Aufwand, der nötig ist, um dorthin zu kommen.

Eine hohe Gehaltsforderung bei geringem Aufwand – weil du schon einmal ein Outplacement durchlaufen hast und weißt, wie der Prozess läuft – führt zu einem niedrigeren Honorar.

Eine niedrigere Gehaltsforderung bei hohem Aufwand – weil Bewerbungsunterlagen, Erfolgsgeschichte und Marktzugang von Grund auf entstehen müssen – führt zu einem höheren.

Das ist das Unangenehme an dieser Rechnung: Der Aufwand korreliert nicht mit dem Gehalt. Wer am wenigsten mitbringt, zahlt am meisten – und ist zugleich derjenige, für den die Frage am dringendsten ist, ob er es sich leisten kann, es nicht zu tun. Genau diese Klienten haben schlechte Unterlagen, keine tragfähige Erfolgsgeschichte und keinen Zugang zum verdeckten Arbeitsmarkt. Gehen sie ohne Unterstützung in die Bewerbungsphase, sinken ihre Chancen massiv.

Wir sehen dann, was daraus wird. Nach ein oder zwei Jahren steht bei diesen Menschen auf LinkedIn immer noch kein neuer Arbeitgeber. Das ist eine Katastrophe, und sie ist vermeidbar gewesen.

Wer zahlt

Der Arbeitgeber. Der weitaus günstigste Weg, und zwar für beide Seiten. Eine vom Arbeitgeber bezahlte Outplacement-Beratung ist für dich steuerfrei (§ 3 Nr. 19 EStG, seit 2021). Vereinbart wird sie im Aufhebungsvertrag – danach praktisch nicht mehr. → Aufhebungsvertrag

Du selbst. Dann kommen 19 Prozent Umsatzsteuer hinzu, und du zahlst aus versteuertem Einkommen. In der Regel lassen sich die Kosten als Werbungskosten absetzen, was einen Teil zurückholt – aber erst mit dem Steuerbescheid, und vorstrecken musst du trotzdem.

Der Unterschied ist erheblich. Wer im Aufhebungsvertrag auf 10.000 Euro Abfindung verzichtet, gibt nach Steuern rund 6.000 Euro her – und bekommt dafür eine Leistung, die ihn privat fast 30.000 Euro kosten würde. Die ausführliche Rechnung steht in Abfindung.

Die Agentur für Arbeit kann Coaching über einen Gutschein fördern. Wir nehmen keine AVGS an; warum, steht in Agentur für Arbeit.

Die Rechnung, die zählt

Mach sie mit deinen eigenen Zahlen. Nehmen wir an, du verdienst 120.000 Euro im Jahr – das sind 10.000 Euro im Monat. Brutto, netto und alle weiteren Einflüsse lassen wir bewusst weg.

Das Arbeitslosengeld liegt für dich bei höchstens rund 2.500 Euro im Monat. Es ist gedeckelt, egal wie viel du vorher verdient hast.

Die Differenz beträgt also 7.500 Euro pro Monat. Auf dieser Basis hast du unser Honorar nach drei Monaten wieder hereingeholt.

Zur Einordnung der 2.500 Euro: Das Arbeitslosengeld beträgt 60 Prozent des pauschalierten Nettoentgelts, mit Kind 67 – begrenzt durch die Beitragsbemessungsgrenze, die 2026 bei 8.450 Euro im Monat liegt. Für Kinderlose ergibt das je nach Abzügen rund 2.300 bis 2.600 Euro. → Agentur für Arbeit

Was es kostet, es nicht zu tun

Die Gehaltsgruppe zwischen 100.000 und 150.000 Euro ist am skeptischsten, was Outplacement angeht. Und sie ist die Gruppe, die ohne professionelle Unterstützung am meisten verliert.

Der Grund ist nicht das Honorar, sondern die Zeit – und die Tür, die sich irgendwann schließt. Wer aus falscher Sparsamkeit beginnt, schickt fünfzig mittelmäßige Bewerbungen an genau die fünfzig Unternehmen, die überhaupt infrage kommen. Danach ist dort zu. Wir nennen das die berufliche Insolvenz, und das beste Coaching repariert sie später oft nicht mehr.

Wer nach zwei Jahren irgendeine Arbeit annehmen muss, hat einen Verlust erlitten, der sich kaum noch beziffern lässt. Gegen dieses Risiko rechnest du – nicht gegen den Kontostand von heute.

Die Frage lautet deshalb nicht: Kann ich mir das leisten? Sie lautet: Kann ich es mir leisten, es nicht zu tun?

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